Plus 2,9 Prozent für bäuerliche Dienstnehmer

Die beiden Verhandlungsführer bei den KV-Verhandlungen DI Wilfried Zehetbauer und NÖ LAK-Präsident Ing. Andreas Freistetter (re.).

Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für Dienstnehmer in bäuerlichen Betrieben in Niederösterreich konnte gleich im ersten Anlauf ein erfolgreicher Abschluss erzielt werden.

Mit 1. Juni 2013 werden sämtliche Mindestlöhne und Gehälter sowie Lehrlings- und Praktikantenentschädigungen um 2,9 Prozent erhöht. Der neue Kollektivvertrag gilt für sämtliche Arbeiter und Angestellte im bäuerlichen Bereich in NÖ. „Sehr gutes Ergebnis für tausende LAK-Mitglieder“ NÖ Landarbeiterkammer Präsident Ing. Andreas Freistetter zeigte sich als Verhandlungsführer der Arbeitnehmerseite mit dem Abschluss sehr zufrieden: „Es waren sehr faire Gespräche, bei denen wir für mehrere tausend unserer Mitglieder ein sehr gutes Ergebnis erzielen konnten. Wichtig ist vor allem, dass es gelungen ist, neue, fixe Regelungen für Weiterbildungsmaßnahmen in den KV zu integrieren“, so Freistetter. Neu vereinbart wurde, dass gesetzlich verpflichtende Weiterbildungsmaßnahmen nach dem Güterbeförderungsgesetz (für Berufskraftfahrer) sowie für die Erlangung des Pflanzenschutz-Sachkundeausweises bei betrieblicher Notwendigkeit vom Dienstgeber zu bezahlen sind und die für die Schulung aufgewendete Zeit Arbeitszeit darstellt. „Damit hat unser Kollektivvertrag eine Vorreiterrolle übernehmen“, fügte Freistetter hinzu. Darüber hinaus wurden auch Änderungen bei der Arbeitszeit beschlossen sowie vereinbart, dass bestehende Überzahlungen aufrecht bleiben. Zehetbauer: „Paket ist Ausdruck wechselseitiger Bedürfnisse“ Zufrieden äußerten sich nach der Einigung auch die Arbeitgebervertreter. „Die Lohnrunde 2013 hat nicht nur zu einem für beide Seiten gut vertretbaren Abschluss, sondern darüber hinaus zu einer mutigen inhaltlichen Weiterentwicklung des bäuerlichen Kollektivvertrages geführt. Das beschlossene Paket beinhaltet gleichermaßen Forderungen der Arbeitnehmer wie der Arbeitgeberseite und ist Ausdruck von großem Respekt und Verständnis für die wechselseitigen Bedürfnisse“, äußerte sich der Vorsitzende des Lohnkomitees der Arbeitgeberseite DI Wilfried Zehetbauer.